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Warum wandern wir eigentlich so gern?

Oder: Was die Wissenschaft über Berge, Glück und das Grübeln herausgefunden hat



Das Wandern ist des Menschen Lust, das Wa-ha-nd-ern… ?
 

Nicht weglaufen, ich wandere viel besser als ich singe. Versprochen! Denn hier im Hotel Eden nehmen wir dich mehrmals pro Woche mit in die Berge.

Wir Erlers kennen jeden Winkel des Tuxertals, besser als unsere Westentaschen sogar. Und wir erleben es immer wieder: Unsere Gäste kommen gestresst an und fahren glücklich nach Hause. Das liegt ganz sicher an der Bewegung in der Bergnatur. 

Warum das so ist? Darüber hat die Wissenschaft erstaunliche Dinge herausgefunden. Und ich verrate dir auch, warum gerade das Wandern im Zillertal etwas ganz Besonderes ist.


Sind Menschen gemacht fürs Wandern?

Die sogenannte Savanna Hypothese besagt: Menschen haben genetisch verankerte Vorlieben für bestimmte Landschaftstypen: Offene Weite, vereinzelte Bäume, Wasser in Sichtweite.

Anscheinend ist diese These umstritten, weil die  frühen Menschen wohl auch in anderen Landschaften wohnten.

Aber weisst du was? Wenn wir hier im Zillertal unterwegs sind, wenn wir vom Tettensjoch runter ins Tal schauen, dann fühlt es sich an, als wären wir genau dafür gemacht. Gene hin oder her. Es muss noch mehr hinter der menschlichen Begeisterung fürs Wandern stecken. 


Wandern macht glücklich (und das ist wissenschaftlich bewiesen)

Eine Studie der berühmten Stanford University hat herausgefunden: Aufenthalte in der Natur senken die Aktivität jenes Hirnbereichs, der mit Grübeln und depressiven Gedanken verknüpft ist.

Wandern unterbricht also nicht nur deine Gedanken. Es verändert nachweislich, welche Bereiche in deinem Gehirn aktiv sind.

Wenn du also nach einer Wanderung im Naturpark Zillertaler Alpen das Gefühl hast, dass “der Kopf frei ist", dann ist das keine Zauberei, sondern pure Biologie. Schau mal, genau deshalb bieten wir im Eden geführte Wanderungen an. Weil wir wissen: Die Berge tun was mit dir.


Zwei Stunden pro Woche reichen schon

So ehrlich wollen wir sein: Ein einziger Wanderurlaub in Tux ist kein Allheilmittel. Doch es ist ein guter Anfang. Eine gemütliche Wanderung zur Brandalm. Ein Nachmittag am Penken. Ein Spaziergang am Bach entlang. Hier im Tuxertal hast du 350 Kilometer markierte Wanderwege direkt vor der Haustür. Du musst nur rausgehen. Und dann machst du daheim einfach weiter. Wenn du zwei Stunden pro Woche draußen in der Natur verbringst, profitierst du von messbaren Vorteilen für deine mentale Gesundheit. 

Halten wir also fest: Wandern verändert dein Gehirn zum Positiven. Doch das allein beantwortet noch lange nicht die Frage, warum Menschen so gerne wandern und wieso unser Tuxertal die beste Wahl dafür ist. Also habe ich weiter recherchiert und bin im Wald gelandet: 


Bäume als Apotheke: Das macht Wandern in den Tiroler Bergen so gesund 

Keine Sorge, du musst bei uns keine Bäume umarmen, wenn du nicht magst. Aber einmal tieeef einatmen solltest du schon. Denn: Bäume setzen organische Verbindungen frei: Phytonzide und Terpentene. Diese “Waldhormone” können dein Immunsystem verbessern. Sagenhaft, nicht wahr? 

In Japan wird das seit den 1980er Jahren erforscht. Dort gibt es sogar einen Begriff dafür: Shinrin yoku - Waldbaden. Was für ein Glück: Hier im Tuxertal sind wir umgeben von Wäldern, Almwiesen und dem Naturpark Zillertaler Alpen


Ehrfurcht vorm Berg als mächtige Emotion

Dank unserer Höhenlage lässt du im Tuxertal die Baumgrenze öfters auch einmal hinter dir. Hier oben kommt dann oft ein Gefühl ins Spiel, von dem ich persönlich noch nie gehört habe: Awe. Der Psychologe Dacher Keltner von der UC Berkeley erforscht seit über zwei Jahrzehnten diese Emotion "Awe". Jenes Gefühl von Ehrfurcht, das bei Weite, Stille oder Größe entsteht.

Etwa drei Viertel aller Awe-Erlebnisse werden durch Natur ausgelöst. Berge lösen dabei eine spezielle Reaktion aus: Die sagenhafte Schönheit der Landschaft dämpft den inneren Lärm. 

Mit anderen Worten: Wenn du vor dem Olperer stehst oder von der Geierspitze ins Tal hinunter schaust, dann wird dein innerer Kritiker plötzlich sehr leise. Schön, oder? 


Wandern wirkt gegen Einsamkeit

Nicht ganz so schön: Eine Studie über Langstreckenwanderer zeigte, dass mehr als ein Drittel Symptome von Einsamkeit spürten. Denen tat es dann gut, sich anderen anzuschließen.

Wir wissen schon, dass du den Weg auch ohne uns finden würdest. Trotzdem bieten wir im Eden geführte Wanderungen an. Weil wir die Erfahrung gemacht haben: Gemeinschaft entsteht nicht im Reden, sondern im Erleben. Du musst also weder ein Rudeltier noch sonderlich gesprächig sein, um dich uns anzuschließen. 


Was am Ende zählt

All diese Studien und Erkenntnisse sind spannend. Doch eigentlich geht es um etwas anderes. Es geht um dich und darum, wie du dich beim Wandern fühlst. 

Und genau deshalb laden wir dich ein: Komm ins Tuxertal. Komm zu uns ins Eden. Lass uns gemeinsam losmarschieren. 

Wir zeigen dir, wo der Wald besonders viele Botenstoffe mit dir teilt, wo dein “Awe” am Mächtigsten ist und dass du mit deiner Wanderlust in allerbester Gesellschaft bist!

 

Quellen: 

Stanford University / PNAS (2015)
Studie zur Reduktion der Aktivität des subgenualen präfrontalen Kortex durch Naturaufenthalte
Thema: Grübeln & Hirnaktivität

University of Exeter / Scientific Reports (2019)
Studie mit über 20.000 Probanden zur 120-Minuten-Schwelle
Thema: Mindestdauer von Naturaufenthalten für psychische Gesundheitsvorteile

Japanische Forst-Medizin-Forschung (ab 1980er Jahre) / National Geographic (2025)
Phytonzide und deren Wirkung auf die Immunfunktion
Thema: Shinrin-yoku (Waldbaden)

Dacher Keltner, UC Berkeley / "Awe: The New Science of Everyday Wonder" (2023)
Forschung zur Emotion "Awe" (Ehrfurcht)
Thema: 75% aller Awe-Erlebnisse werden durch Natur ausgelöst

Sierra Club Study (2014) / Psychology Today (Oktober 2025)
Berge und deren spezifische Wirkung auf negatives Selbstgespräch
Thema: Dämpfung des selbstkritischen inneren Dialogs durch Berglandschaften

Lukács, A. & Mayer, K. / PMC (2021)
"Motivation and mental well-being of long-distance hikers"
Thema: Einsamkeit bei Langstreckenwanderern und Wirkung von Wandergruppen

Orians, G. H. (2016) / Encyclopedia of Evolutionary Psychological Science
Frontiers in Psychology (2022) / Current Anthropology (2014)
Savanna Hypothese
Thema: Genetisch verankerte Landschaftspräferenzen 

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